CO2 und Feinstaub

Aclima: Millionen-Investment für genauere Daten zu Luftverschmutzung

Aclima stattet E-Autos mit Sensoren zur Messung der Luftqualität in Städten aus © Bosch
Aclima stattet E-Autos mit Sensoren zur Messung der Luftqualität in Städten aus © Bosch

Die Zusammensetzung der Luft, die wir atmen, hat direkten Einfluss auf die Gesundheit. Das ist wenig überraschend, zeigt aber die Dringlichkeit genauer Daten – Feinstaub-Belastung und Treibhausgas-Konzentration können schon im Rahmen weniger Häuserblocks ganz unterschiedlich ausfallen. Diesem Problem widmet sich das US-Startup Aclima, das nun eine neue Investmentrunde über 40 Millionen Dollar abgeschlossen hat. Mit Microsoft und Bosch sind prominente Investoren bei dem Startup eingestiegen – die Runde wurde von Clearvision Ventures angeführt, unter Beteiligung zahlreicher bestehender Investoren.

Davida Herzl hat Aclima gegründet © Bosch
Davida Herzl hat Aclima gegründet © Bosch

„Die eng miteinander verbundenen Krisen des Klimawandels, der öffentlichen Gesundheit und der Umweltbelastung erfordern dringend nachhaltige Lösungen“, sagte Davida Herzl, Mitbegründerin und CEO von Aclima. „Messungen werden eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung von Lösungen und der Erfolgskontrolle spielen. Mit dieser Investorengemeinschaft bauen wir unsere Möglichkeiten aus, neue und bestehende Kunden und Partner bei mutigen Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen“.

Messungen in 14 Ländern

Aclima betreibt stationäre und mobile Sensoren zur Messung verschiedener Parameter der Luftqualität – der Kern des Unternehmens ist aber eine umfangreiche Analysesoftware, die Städte, Gemeinden und Länder mit aussagekräftigen Analysen und Empfehlungen versorgt. Der Schwerpunkt liegt dabei derzeit vor allem auf Nordamerika, wobei die Software auch in Europa, Südamerika und Asien eingesetzt wird. Nach eigenen Angaben wird die Technologie in mehr als 150 Städten in 14 Ländern verwendet.

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Bosch als wichtiger Technologie-Partner

Mit Bosch hat sich das Startup einen Investor gesichert, der bei dem Ausbau des Sensor-Netzwerks helfen kann. „Aclima hat ein umfangreiches mobiles und stationäres Sensor-Netzwerk aufgebaut, das Milliarden von Messungen über unsere lebenswichtigsten Ressourcen liefert“, sagt Ingo Ramesohl, Geschäftsführer von Robert Bosch Venture Capital. „Bosch erfindet und liefert vernetzte Lösungen für eine intelligentere Zukunft im Transportwesen, im Haushalt, in der Industrie und in vielen anderen Bereichen. Was Aclima bei der vernetzten Umweltsensorik erreicht hat, ist eine beeindruckende Leistung. Gemeinsam können wir die Möglichkeiten von Aclima ausbauen, Kunden dabei zu unterstützen, maßgebliche und datengesteuerte Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen und damit das Leitmotiv von Bosch „Invented for Life“ zu unterstützen“.

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