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7Energy: Grazer Blockchain-Unternehmen kooperiert mit Energieunternehmen um Energiegemeinschaften zu unterstützen

© hbruellmann / Pixabay
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Im März hat der österreichische Ministerrat das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) beschlossen. Jetzt braucht es eine 2/3 Drittel Mehrheit im Nationalrat und auch die Notifizierung der Europäischen Union steht noch aus (Tech & Nature berichtete). Mit dem Gesetz stehen auch die Rahmenbedingungen für Energiegemeinschaften. Jedoch ist die Gründung von solchen Gemeinschaften mit vielen bürokratischen Hürden verbunden. Unterstützen will dabei nun auch ein neuer Marktteilnehmer. Die Plattform 7Energy hat es sich zum Ziel gemacht, Laien den Einstieg in eine Energiegemeinschaft zu erleichtern.

Wie Startups bei der Bildung von Energiegemeinschaften unterstützen können

„Automatische Abrechnung“

„Wir wollen Haushalten und Einzelpersonen dabei helfen, miteinander Energiegemeinschaften zu gründen. Außerdem übernimmt unsere Plattform automatisch die Datenerfassung und die Abrechnung, wodurch Nutzer sich um viele administrative Tätigkeiten nicht selbst kümmern müssen“, erklärt Thomas Zeinzinger, Obmann des Grazer Blockchain-Unternehmens lab10 collective. Gemeinsam mit dem Energieunternehmen Energie Kompass haben die Grazer die Plattform 7Energy ins Leben gerufen. „Einzelpersonen sollen die Möglichkeit haben, sich entweder einer Gemeinschaft anzuschließen oder eine zu gründen“, so Zeinzinger. Durch die Gemeinschaften sollen finanzielle Vorteile wie geringere Steuern, Abgaben und Netzgebühren entstehen. Außerdem würden sie dabei helfen, das heutige Energienetz regionaler und widerstandsfähiger gegen Blackouts zu gestalten.

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7Energy plant keine Gebühren

Wirklich tätig werden können sie bisher allerdings nicht. Auch sie warten auf die tatsächliche Umsetzung des EAG. Jedoch können sich Interessierte schon jetzt auf der Plattform registrieren. Auch wenn 7Energy österreichweit nicht die einzigen sind, welche die Menschen beim Bilden von Energiegemeinschaften unterstützen wollen, ist der Zulauf schon jetzt vor dem offiziellen Start groß, so die eigenen Angaben. Laut 7Energy gibt es österreichweit bereits 1.000 Registrierte und 200 Mitglieder in Energiegemeinschaften.

Welche Vorteile sich für die beiden Unternehmen hinter der Plattform ergeben, ist bisher eher unklar. Laut Zeinzinger ist das Geschäftsmodell von 7Energy noch nicht völlig definiert. Grundsätzlich sollen für die Nutzer der Plattform aber keine direkten Kosten anfallen. Vielmehr wollen die Betreiber an den Stromeinsparungen verdienen, welche durch das Bilden von Energiegemeinschaften erreicht werden. Genaueres konnte der Obmann des Grazer Blockchain-Unternehmens lab10 collective dazu aber noch nicht sagen. In der Praxis hängt das dann davon ab, wie hoch die finanziellen Vorteile tatsächlich konkret sein werden.

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