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1-2-3 Ticket: Kärnten unterzeichnet als 5. Bundesland Vereinbarung für Ticket-Einführung

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Das 1-2-3 Ticket ist eines der Leuchturmprojekte des Klimaschutzminesteriums. Mit dem Jahresticket um 1.095 Euro können dann die Öffis in ganz Österreich genutzt werden. Geplant ist die Einführung bereits für 2021, bisher fehlt es aber noch aber an den Übereinkünften mit allen einzelnen Bundesländern. Heute folgte nun die Vertragsunterzeichnung mit Kärnten. Dieses ist das fünfte Bundesland, welches die entsprechenden Vereinbarungen für das 1-2-3 Ticket mit dem Bund unterschreibt und das erste, in welchem noch keine Netzkarte besteht, so das Klimaministerium. Ins Boot geholt werden müssen jetzt noch Wien, Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark.

Bei der nationalen Variante handelt es sich um die eigentlich dritte Stufe des Tickets – die Idee hinter dem Projekt ist es, dass für die Öffi-Nutzung in einem Bundesland 1 Euro pro Tag, also 365 Euro, für zwei Bundesländer 2 Euro täglich, also 730 Euro und für ganz Österreich eben 1.095 Euro. Für Jugendliche unter 26 Jahren und für Senioren über 64 Jahren wird es einen eigenen Tarif für die dritte Stufe geben, der um 25 Prozent billiger ist, also 820 Euro kosten wird. Um 109 Euro können Besitzer eines Tickets ein Zusatzticket für bis zu vier mitreisende Kinder unter 15 Jahren kaufen.

1-2-3-Ticket: Steuerliche Erleichterung für Öffi-Pendler kommt

Gespräche mit Ländern in „finaler Phase“

Im letzten Jahr kündigte die Klimaschutzministerin Gewessler die Einführung dieser dritten Stufe bereits für das erste Halbjahr 2021 an. Dafür braucht es aber auch die Vertragsunterzeichnungen der vier übrigen Bundesländer. Laut der Ministerin seien die Verhandlungen mit diesen bereits in der finalen Phase.

Kärntens Landesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) bezeichnet die aktuelle Vertragsunterzeichnung als „Meilenstein für den öffentlichen Verkehr“. Dabei verweist er aber auch auf die Notwendigkeit eines attraktiven Infrastrukturnetzes mit einem Ausbau des ÖPNV-Angebots und einer Erhöhung der  Taktungen des Öffentlichen Verkehrs. Dafür investiere das Land in diesen, da ein attraktives Ticket nur dann etwas bringe, wenn auch ein Bus oder eine Bahn fahre, so der Landesrat.

Ein Streitpunkt bei der Einführung des 1-2-3 Tickets ist die Kostentilgung. Die Kosten für die nationale Variante werden vom Bund getragen. Dafür sind 150 Millionen Euro für das erste komplette Jahr, also 2022, vom Bundeshaushalt budgetiert. Für die Stufen 1 und 2 wurden seitens des österreichischen Ministerrates 100 Millionen Euro freigegeben. Wann diese dann aber tatsächlich in der Praxis umgesetzt werden, ist bisher noch nicht datiert.

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